Politische Ziele

Die Bundesregierung hat sich zum Ziel gesetzt, gemeinsam mit den Telekommunikationsunternehmen flächendeckend in Deutschland gigabitfähige Netze zu schaffen. Sie wird daher die Breitbandförderung in den Gebieten, in denen kein privatwirtschaftlicher Ausbau stattfindet, mit geförderten Gigabit-Zielen fortführen. Damit werden alle noch verbliebenen weißen Flecken (Downloadrate ≤ 30 Mbit/s) unmittelbar an das Gigabitnetz angeschlossen.

Phase 1

Phase 1 (bis Ende 2018): In einem ersten Zwischenschritt soll das Ziel einer flächendeckenden Versorgung mit mindestens 50 MBIT/S für alle Haushalte verwirklicht werden. Dabei werden mit vielen Ausbauprojekten schon jetzt Gigabit-Anschlüsse realisiert. In Zukunft werden neue Wohngebiete über die Vorgaben des DIGINETZG automatisch mit FTTB/H angebunden.

Aktuelle Verfügbarkeit von schnellem Internet

Phase 2

Phase 2 (bis Ende 2019): Die bestehenden unterversorgten Schulen, Krankenhäuser und Gewerbegebiete sollen – auch mithilfe der Sonderförderaufrufe des Bundes – ausschließlich mit Glasfaser-Anschlüssen ausgestattet werden. Neue Objekte werden über die Vorgaben des DIG INETZG künftig von vornherein mit Glasfaser versorgt.

Phase 3

Phase 3 (bis Ende 2020): Die Voraussetzungen für einen flächendeckenden 5 G-Rollout sind geschaffen. Der Regulierer trägt Sorge, dass auch künftig benötigte Frequenzbereiche zur Verfügung stehen (z.B. UMTS). Erste globale 5G-Normen sollen bis Ende 2018 zur Verfügung stehen. Die kommerzielle Markteinführung der 5G-Netze soll nach Plänen der Bundesregierung in Deutschland spätestens Ende 2020 erfolgen. Bis 2025 soll ein flächendeckendes 5G-Netz bereitstehen, wofür das vorhandene Netz aus Mobilfunkstandorten genutzt werden soll. Für einen bedarfsgerechten Ausbau werden jedoch viele zusätzliche Standorte mit Glasfaseranbindung erforderlich sein. Darüber hinaus wird zur Steigerung der Kapazitäten und besseren Abdeckung die Versorgung über Makrozellen (Reichweite von zwei bis 40 km) durch sogenannte Small Cells (Reichweite von wenigen bis zu mehreren 100 Metern) im Indoor- und Outdoor-Bereich ergänzt, um insbesondere in Ballungsräumen Versorgungslücken zu schließen. Die Small Cells benötigen ebenfalls eine leistungsfähige Anbindung an Glasfasernetze. Derzeit fehlt es jedoch noch vielerorts an dem zwingend erforderlichen Breitbandausbau.

 „Die Welt“ 01.09.2018: „Die Lizenzen für die Nutzung der 5G-Frequenzen sollen Anfang 2019 versteigert werden.“

Phase 4

Phase 4 (bis Ende 2025): Wir wollen eine gigabitfähige konvergente Infrastruktur. Wir fördern die Gigabit-Gesellschaft. Gigabit-Gesellschaft beschreibt eine hochvernetzte Gesellschaft mit einer differenzierten Kombination in der Infrastruktur aus Intelligenz im Netz, Bandbreite, Echtzeitverfügbarkeit, Sicherheit, Energieeffizienz und anderen Leistungsparametern. Im Vordergrund steht eine flexible Verfügbarkeit von Infrastruktur für die Gigabit-Gesellschaft entsprechend den Bedürfnissen und Anwendungen der jeweiligen Nutzer. Wir entwickeln für die Gigabit-Gesellschaft den geeigneten technischen, finanziellen und rechtlichen Rahmen inklusive einer wirkungsvollen Förderkulisse. Wir errichten unter anderem ein 5 G-Netz, mit dem insbesondere auch alle relevanten Verkehrswege versorgt werden.

Mobilfunkgipfel am 12.07.2018

Themen:

  • Vergabe weiterer 5G-Frequenzen (BNetzA), mit geringer Reichweite aber große Datenmengen
  • bis 01.01.2020 werden 98 Prozent der Haushalte mit 4G versorgt sein
  • 5G: Deutsche Telekom, Vodafone Deutschland und Telefónica Deutschland
  • ab 01.01.2019 alle drei Monate Informationen über die geplanten neuen Standorte
  • kooperativer Ausbau, bei dem jeder Betreiber einen Teil der Versorgungslücken schließt
  • Einrichtung einer Funkloch-Melde-App beim Bund
  • Bund fördert Mobilfunk in besonders unrentabel zu erschließenden Gebieten
  • Genehmigungslaufzeit maximal vier Monate
  • Mustervertrag für Mitnutzungsvereinbarungen durch Kommunen
  • Länder und Kommunen unterstützen die Mobilfunknetzbetreiber durch die Bereitstellung geeigneter BOS-Standorte, Standorte des Behördenfunks und öffentlicher Liegenschaften

Das bedeutet bis 2021:

  • mindestens 100 neue 4G-Standorte an bislang unversorgten Verkehrshotspots aufbauen
  • neue 4G-Standorte in den weißen Flecken aufbauen bzw. aufrüsten
  • jenseits der weißen Flecken mindestens 10.000 4G-Standorte neu aufbauen bzw. aufrüsten
  • Zweiter Mobilfunkgipfel in 2019 nach Abschluss der Frequenzauktion